Bitcoin ist für Lutscher, sagt Professor Steve Hanke

Steve Hanke, Professor für angewandte Wirtschaftswissenschaften an der Johns Hopkins University, nahm Bitcoiners in seinem Tweet vom 5. Oktober erneut ins Visier und verwies auf eine kürzlich durchgeführte Studie, die ihr finanzielles Analphabetentum aufdecken soll.

Hanke benutzte das alte Sprichwort über einen Trottel, der jede Minute geboren wird, das weithin dem amerikanischen Schausteller und Geschäftsmann P.T. Barnum zugeschrieben wird.

Falschmünzer und Glücksspieler

Laut einer Umfrage der Bank of Canada, die im August veröffentlicht wurde, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Investoren mit geringen Finanzkenntnissen ihr Geld in Bitcoin investieren, doppelt so hoch (8 Prozent bzw. 4 Prozent).

Personen mit fundierten Finanzkenntnissen sind sich Bitcoin tendenziell bewusster, halten sich jedoch von der Vorzeigekrypto-Währung fern.

Dies spielt den Bitcoin-Kritikern in die Hände, die glauben, dass Crypto Trader gleichbedeutend mit Glücksspiel ist.

Zahlreiche Studien, die in den letzten zehn Jahren durchgeführt wurden, haben ergeben, dass diejenigen, die Geld für Kasinos, Lotterien und Sportwetten ausgeben, eine geringere finanzielle Allgemeinbildung haben.

In einem vom American Institute for Economic Research (AIER) veröffentlichten Artikel schreibt der Finanzblogger J.P. Koning, dass die Betrachtung von Bitcoin als eine Rebellion gegen das korrupte Finanzsystem noch mehr Glücksspiele fördern wird:

„Wenn den Spielern gesagt wird, dass sie nicht wirklich wetten, sondern dabei helfen, die Bankenoligarchie zu stürzen oder korruptes Fiat-Geld zu ersetzen, dann werden sie wahrscheinlich noch mehr wetten.“

Kryptocurrency-Analphabetismus

Barnum wurde bekannt, indem er mehrere berüchtigte Scherze wie die „Feejee“-Nixe erfand.

Sein Spruch, der veranschaulicht, dass es immer Menschen gibt, die bereit sind, sich täuschen zu lassen, passt zu der Anti-Bitcoin-Erzählung der Hanke, die routinemäßig die orangefarbene Münze mit der holländischen Tulpenblase vergleicht und sagt, dass sie wie die Pest gemieden werden sollte.

Doch Hanke, der sich 2018 in ein Stable-Coin-Projekt versuchte, zeigt routinemäßig sein eigenes Kryptogeld-Analphabetentum. Im August behauptete er peinlich berührt, dass Bitcoin an Gold gebunden werden sollte, was sein Unverständnis über die Funktionsweise der Kryptowährung offenbart.